Das Leben neben mir

Weil ich mit den vielen Gedanken in meinem Kopf manchmal versucht bin durchzudrehen und ich irgendwo ein Ventil benötige um die Last los zu werden, habe ich mich entschieden einen Blog zu schreiben.In den letzten Monaten ist so viel passiert, es hat mich verändert, von einem lebenslustigen Menschen zu einem stets heulenden Wrack, was nicht versteht, was eigentlich wirklich passiert ist. Aber erst mal ganz von vorn...Bis 2010 war das Leben unbeschwert. Sicher, es gab Enttäuschungen, aber im Grunde war es toll so wie es war. Ich habe 2002 mein Abitur gemacht und bin anschließend, um meinen damaligen Traumberuf zu erlernen, an den wunderbaren Bodensee gezogen. Es war mit Abstand die tollste Zeit in meinem Leben. 2006 bin ich der Liebe wegen zurück in meine Heimat gezogen. Es war kein Fehler, aber hätte ich gewusst wie sich alles so entwickelt, wäre ich geblieben. Die damalige Liebe hielt nicht, aber was sollte es, ich war jung, es interessierte mich nicht weiter.Später zog ich an den Ort wo ich auch arbeitete, ein kleines beschauliches Bergdorf, ich lebe heut noch dort.Männer kamen und gingen, es lebte sich weiter recht unbeschwert. Es folgte eine Beziehung die sich als ein ordentlicher Griff ins Klo erwies. Gut, auch das war dann beendet. Dann wollte ich eigentlich erst einmal nichts von Männern wissen. Aktuell arbeitete ich als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Anästhesie. Nebenbei studierte ich Pflegemanagement. Ein scheinbar weniger wichtiges Detail, was mich aber zu dem Mann bringt. Er ist Arzt und wir waren zusammen im OP eingeteilt. Nichts ungewöhnliches, ich fand ihn jetzt auch nicht sonderlich anziehend, oder interessant, ich fand ihn eigentlich eher unsympathisch und niemand dem ich bewusst mehr Aufmerksamkeit schenkte. Also machte ich meine Arbeit und alles war wie immer.Im Juni 2010 ging ich auch wie gewohnt auf Arbeit, begann aber erst 10 Uhr am Vormittag. Ich hab ein relativ gutes Gedächtnis was Gesichter angeht, trotz OP-Haube und Mundschutz. Ich sah, das mir der recht unsympathische Arzt entgegen kam, aber grüßte dennoch freundlich..Ich hab mir auch nichts dabei gedacht, schließlich arbeiteten wir zusammen und es gehörte sich einfach. Aber, aus den Augen aus den Sinn. Ich ging zur Arbeit.Am Abend, ich stöberte gerade im Facebook herum und genoss auf dem Balkon eine Feierabendzigarette. Plötzlich bekam ich eine Nachricht von ihm..dem unsympathischen, ich musste erst mal überlegen wer er eigentlich ist. Da ich nichts besseres zu tun hatte, schrieb ich zurück.. Es geht ja heut erschreckend einfach im sozialen Netzwerk! Etwas, was auch mir zum Verhängnis wurde.Es ging ein bisschen hin und her, nicht intensiv, eher belangloses. Er schrieb, das er derzeit in einer Beziehung ist und sie sich gerade eine Wohnung zusammen genommen hatten. Ich schrieb ihm, das ich froh bin allein zu sein. Irgendwann meinte er, es gäbe nur Stress bei ihm und es wäre wohl das Finale Ende seiner Beziehung. Ein Satz, der wie ein Dämon noch heute in meinem Kopf umher geistert. Der Kontakt wurde dann doch intensiver, ich blieb aber bei meinem Standpunkt. Ich war froh niemanden zu haben...

10.1.16 14:20

Letzte Einträge: 2014- Die Kehrtwende, Das erste Oktoberwochenende, Der 10.12.2014, Das neue Jahr begann, Die Rückrückkehr , Das Jetzt

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