2014- Die Kehrtwende

Das Jahr begann gut, ich nahm im April die Arbeit wieder auf, Helene ihre Eingewöhnung im Kindergarten war gut verlaufen. Ich arbeitete 40h/Woche und fand es auch ok. Doch schnell war ich, mit der zum sehr großen Teil alleinigen Aufgabe der Erziehung, Haushalt etc., überfordert und dementsprechend gelaunt. Ich war zunehmend ausgelaugt und wollte dennoch alles schaffen. Sebastian arbeitete am Haus, ich kümmerte mich um Helene, Arbeit, den Haushalt und versuchte im Garten zu helfen. Am Abend schlief ich oft, völlig erschöpft nach allem und dem letzten Korb Bügelwäsche auf der Couch ein. Ich war so unzufrieden!Und irgendwo in dieser Zeit haben wir uns verlaufen. Wir wurden zunehmend unzufriedener, ich zunehmend zickiger. Jeder hat sich seiner Sache zugewandt. Ich mich leider Zuviel einem Mann, den ich damals für Sebastian "sitzen gelassen" hatte. Ein anderer Mann, machte mir über Jahre hinweg Avancen. Mal mehr, mal weniger. Ich empfand es so ungerecht seiner Frau gegenüber! Er ging weg von hier, aus zwei Gründen, der eine war ein Jobaufstieg und der andere war ich.Heute weiß ich, das ich mich viel zu oft nicht richtig verhalten habe, mich zu oft ausgegrenzt hatte. Doch ich hätte Sebastian und meine Familie niemals verlassen. Ich liebte diese beiden Menschen nach wie vor, und ich wusste dass ich sie nie verlassen würde, sie sind meine Familie, mein Ein und Alles!Ich sagte mich, von den anderen los, obwohl nie etwas Nennenswertes geschehen ist. Mir ist klar geworden das Sebastian alles ist was ich je wollte und brauchte. Vielleicht hab ich den Anschub mal gebraucht um mir das nochmal bewusst zu machen. Leider litt unsere Beziehung seit der Schwangerschaft, gerade sexuell. Es war uns zwar noch nie soooo wichtig, aber seither war es gleich Null. Mit dem Kontakt zu dem anderen wurde es nicht besser mit der Zuneigung. Dennoch, es gab keinen Streit, kaum Missverständnisse oder ähnliches. Ich war mir sicher, das uns mehr verbindet. Zwischenzeitlich hatte Sebastian die Arbeitsstelle gewechselt und wir waren nicht mehr im selben Krankenhaus angestellt. Ich machte mir keine übermäßigen Sorgen deswegen. Auch ich entschied mich dann, die Arbeitsstelle zu wechseln, zu vermeintlich besseren Konditionen. Ich wollte ins Qualitätsmanagement. Gesagt, getan, geklappt...auch wenn es Sebastian nicht so wirklich passte. Ich wollte es. Zum 1.10 sollte es los gehen. Mein Leben schien es also weiter gut mit mir zu meinen.

11.1.16 12:50

Letzte Einträge: Das erste Oktoberwochenende, Der 10.12.2014, Das neue Jahr begann, Die Rückrückkehr , Das Jetzt

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